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Fotografie

Samstag, 7. November 2009

Ikonen der Fotografie

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Alles begann im Jahr 1935, als Dr. Otto Ludwig Bettmann in die USA emegrierte. Sein Gepäck: zwei riesige Überseekoffer. Ihr Inhalt: Rund 25.000 Negative ... und der Traum, daraus etwas Grandioses entstehen zu lassen.

Und so sollte es sein: Aus der privaten Sammlung von Mr. Bettmann entwickelte sich das weltweit wohl umfangreichste Bildarchiv. Das legendäre Bettmann Archiv. Heute lagert es in einer streng bewachten Kalksteinmine im Herzen Pennsylvanias und wird unter exakten klimatischen Bedingungen vor dem Verfall geschützt.

Ein neuer Bildband aus dem Feymedia Verlag zeigt jetzt einige Schätze aus dem Bettmann Archiv - viele davon Ikonen der Fotografie.

„Schatzkammer der Fotografie“, so heißt das opulente Werk, zu dem auch eine kleine Edition erscheint: drei Schwarz-Weiß-Motive aus dem Bettmann Archiv – nummeriert, gestempelt und weltweit auf 100 Exemplare limitiert.

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Eine der Editionen zum Buch: Der Pennsylvania Dream Highway im Jahr 1940. Format: ca. 40 cm x 30 cm.

Samstag, 31. Oktober 2009

Leicht gesalzene Gurken und Libellen

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Andrej Krementschouk: No Direction Home aus dem Verlag Kehrer

»Ich muss über diesen bescheidenen Ort, den keiner kennt, etwas erzählen, was mich betrifft… Mein Haus. Ich bin 5 Jahre alt. Mein Opa, meine Oma und ich gehen einen Waldweg zu unserem Dorf entlang. Es ist heiß. Auf einer Waldwiese am Fluss legt meine Oma eine Zeitung aus: gekochte Eier, Salz, leicht gesalzene Gurken und Libellen in der flirrenden Luft.« Andrej Krementschouk

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Bei Kehrer gibt es "No Direction Home" auch als Vorzugsausgabe: Buch mit C-Print in Mappe, "Äpfel" 2007, Blattformat 30 x 40 cm, Aufl. 25 + 3 e. a., signiert, nummeriert.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Zurück zum Beton

Robert Morat zeigt Peter Bialobrzeski. Urban Structures - so der Titel der Ausstellung, die einen Querschnitt der fotografischen Arbeit von Peter Bialobrzeski präsentiert. Im Zentrum stehen urbane Landschaften mit all ihren monströsen Auswüchsen und Mutationen. Zu sehen sind vor allem Arbeiten aus den unwirklichen urbanen Ballungsräumen asiatischer Großstädte.

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Das Grauen hat einen Namen: Shenzhen, 2001

Die Bilder aus bereits publizierten Serien wie “Neontigers” und “Lost in Transition” werden dabei in Beziehung gesetzt zu den neuesten Werkgruppen des Künstlers ‘Paradise Now’ und ‘Case Stu y Homes’.

Zu beiden Serien erscheinen in diesem Jahr Buchveröffentlichungen im Verlag Hatje Cantz.

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Peter Bialobrzeski, Paradise Now – 38, 2008.

Auch als Collector's Edition mit C-Print in Mappe erhältlich, inklusive Buch. Bei Hatje Cantz.

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Urban Structures
8. Mai bis 8. Juli 2009
Robert Morat Galerie
Kleine Reichenstraße 1
Reichenhof
Hamburg 20457 Germany

Samstag, 24. Januar 2009

Ohne Worte 1 (fast)

Eindrucksvoll: Die Serie "Singles" des Norweger Fotokünstlers Rune Guneriussen.

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Rune Guneriussen: Singles 001

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Rune Guneriussen: Singles 004

Freitag, 23. Januar 2009

Ohne Worte 2 (fast)

Sehr eigen, die Arbeiten von Magdalena Bors. Gefallen mir.

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Magdalena Bors: Woodland Scene 2006

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Magdalena Bors: Cavern 2007

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Magdalena Bors: Castle on the Hill 2007

Montag, 27. Oktober 2008

Menschen am Rande der Megacitys

Die Arbeit, die mich am meisten beeindruckt und bewegt dieses Jahr, heißt The Places We Live von Jonas Bendiksen. Der norwegische Magnum-Fotoreporter war mehrere Monate bei Familien zu Gast, die in einem Slum ihr zu Hause gefunden haben. Ein Stück Heimat auf wenigen Quadratmetern, unter Brücken, in Bretterverschlägen und Kartons: kleine, liebevoll gestaltete Reiche, ein winziges Stück Privatsphäre in einem brodelnden Mikrokosmos.

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Ungemein bewegendes Buch und großartige Website: The Places We Live

In Nairobi, in Caracas, Jakarta und in der indischen Boomtown Mumbai hat Bendiksen die Bewohner in ihren vier Wänden fotografiert, ihre Lebensgeschichten aufgeschrieben und dabei mit vielen Vorurteilen aufgeräumt.

"Denn", so der Fotograf, "man darf sich Slums nicht als gleichförmige Orte der Armut und Verzweiflung vorstellen, wo die Leute hilflos dahin vegetieren. Dort leben Menschen, die alles dafür tun, ein menschenwürdiges Leben zu führen."

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Seine eindrucksvollen 360°-Fotos, die eine fast unmittelbare Begegnung mit den Porträtierten erlauben, sparen die Härte des Überlebens inmitten eines von Not, Elend und Gewalt geprägten Alltags nicht aus. Aber sie erzählen auch von den Hoffnungen, Sehnsüchten und Träumen, der Vitalität, von Ehrgeiz und Stolz.

Da ist zum Beispiel die Familie von Asanah mit ihren drei Kindern und ihrem Mann, die mitten in Jakarta unter einer Autobahnbrücke lebt, wo man nicht einmal stehen kann. "Asanah schämt sich, wenn ihre Kinder Freunde mitbringen. Aber ich habe sie als eine so herzliche Familie erlebt!", erinnert sich Bendiksen. "Sie hatten sich solche Mühe gegeben, ihr Heim zu dekorieren, so wie jede Familie in Oslo oder sonst irgendwo auf der Welt. Mit Familienfotos, Kinderzeichnungen, Aufklebern."

Jonas Bendiksens zeigt momentan seine Bilder im Nobel Peace Centerin Oslo - projiziert auf vier Wände im Grundriss von zwei mal zwei Metern, die die für uns kaum vorstellbare Enge der Slumquartiere nachvollziehbar macht. Noch bis zum 31. Januar 2009.

Unter dem Titel "So leben wir" sind die Fotos jetzt auch in einer deutschen Fassung erschienen – im Knesebeck Verlag.

Und wie gesagt: unbedingt die The Places We Live Website klicken!

Montag, 20. Oktober 2008

What Still Remains

Vor gut 3 Jahren entdeckte ich "Jesus and the Cherries", den ersten, sehr schönen Fotoband von Jessica Backhaus. Die deutsch amerikanische Fotografin besuchte 3 Jahre lang Netno, ein kleines Städtchen In der polnischen Provinz Pomorskie, in dem die Zeit stehen geblieben war. Festgehalten hat Jessica Backhaus diese wunderbare Welt mit warmen Portraits der Bewohner sowie stimmungsvollen Stillleben voller Plastikblumen, Häkelkissen, Heiligenbildern, Spitzendeckchen und: Gläsern mit eingemachten Kirschen direkt neben dem obligatorischen Jesus Bild. "Jesus and the Cherries", eben.

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Roses on the Fridge (from Jesus and the Cherries), 2004

Jetzt ist - wieder im Kehrer Verlag - ein neuer Zyklus mit 65 Arbeiten von Jessica Backhaus erschienen: "What Still Remains". Hier geht die Fotografin der Frage nach, warum vergessene oder liegengebliebene Dinge an bestimmten Orten auftauchen und eine Art Eigenleben zu führen scheinen.

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Blue Sink (from What Still Remains), 2002

Jessica Backhaus' Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter die National Portrait Gallery, London und der Martin-Gropius-Bau, Berlin. Vertreten wird Jessica Backhaus übrigens von der Yancey Richardson Gallery in New York und The Photographers Gallery in London.

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Ahmic Lake (from What Still Remains), 2006

Übrigens: "What Still Remains" gibts bei Kehrer auch als Vorzugsausgabe in rostiger Metallbox mit Buch und signiertem und nummeriertem C-print (Blattformat ca. 28 x 24 cm, Auflage: 25).

Dienstag, 9. September 2008

Räume des Übergangs

Peter Bialobrzeski zählt seit seinen beiden ersten, grandiosen Bilderzyklen "India" und "Neon Tigers" (!!) zu meinen absoluten Lieblingsfotografen. Jetzt stellt er in seiner Frankfurter Hausagentur, bei Lothar Albrecht, seinen neuesten Zyklus vor: Transition.

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In der Pressemeldung von Lothar Albrecht heißt es dazu u.a. wie folgt: Bialobrzeski fotografiert das Transitorische weniger als Dokumentarist. Mit seiner Plattenkamera, die er zu den unmöglichsten Orten auf diesem Planeten mitschleppt, gelingt es ihm, Räume des Übergangs als grandiose in Sichtbarkeit zu überführen.

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Er fotografiert urbane Wüsteneien wie in Szene gesetzte Festarchitekturen einer Moderne, die sich selbst feiern und repräsentieren will. Dieser Widerspruch führt zu Bildern der präzisen Ordnung und kompositorischen Dichte und damit zu einer konzentrierten fotografischen Anteilnahme am Diffusen, die aufgrund methodischer Unangemessenheit eine Dauer der Betrachtung verlangt, die im kompletten Gegensatz steht zur tatsächlichen Zeit, die wir an diesen Orten zu verbringen gewillt sind. Diese geht gegen null; denn der Witz des Transitorischen liegt in vorgeblicher Bedeutungslosigkeit und herrschaftsloser Unschärfe, die weder zum Verweilen noch zur genaueren Betrachtung einladen.

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Peter Bialobrzeski
Lost in Transition

5. September bis 1. November 2008

L.A.Galerie Lothar Albrecht
Domstraße 6
D-60311 Frankfurt
Germany
Tue-Fri 12.00 -19.00 Sat 11.00 -16.00
Tel +49 +69 28 86 87 Fax +49 +69 28 09 12

Freitag, 28. März 2008

Carla B.

Kaum ist Mademoiselle Bruni die Firstmademoiselle im Franzosenland, schon schnellen die fotografischen "Jugendsünden" in die Höhe. Eine Aufnahme von Michel Comte soll demnächst bei Christie's in New York versteigert werden. Startpreis 2500 Euro. Auflage (so Comte) höchstens drei bis fünf.

Zwei Strassen weiter bekommt man das Werk weitaus preiswerter. Bei Lumas. Auflage 150.

Mir ist und bleibt der undurchsichtige Auflagenzirkus der Fotografie suspekt. Da lobe ich mir doch das gute alte Unikat.

Ein Aktfoto von Frankreichs neuer First Lady Carla Bruni-Sarkozy kommt im April unter den Hammer. Doch der Zürcher Starfotograf Michel Comte als Schöpfer des Werks reagierte in einem Interview der Zeitung „Le Matin“ erstaunt über die geplante Versteigerung bei Christie's in New York.

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MICHEL COMTE: Carla Bruni, 1993 bei Lumas

„Ich weiß nicht, wie das Foto an die Auktion gelangt ist“, sagte der weltbekannte Modefotograf dem Blatt weiter und erklärte, dass er von Bruni noch viel eindeutigere Bilder besitze. Aus Prinzip verkaufe er aber keine Fotografien von berühmtem Menschen. So habe er einmal ein Angebot über eine Million Pfund des britischen Boulevardblattes „Sun“ für eine Aufnahme ausgeschlagen.

Comte vermutet, dass er die aus dem Jahr 1993 stammende Aufnahme von Bruni an jemanden verschenkt hat. Er mache jeweils nur wenige Abzüge, höchstens drei bis fünf. „Wenn ich mich richtig erinnere, entstand die Aufnahme am Schluss eines Shootings für die italienische Vogue in Paris oder New York“, sagte Comte. Er habe mit dem damaligen Topmodel Bruni sechs Jahre lang zusammengearbeitet und Tausende von Bildern gemacht.

Als „ein wenig tief“ beurteilte Comte den Preis von umgerechnet gut 2.500 Euro, mit dem das Bruni-Bild am 10. April bei der Auktion startet. „Meine Fotografien erreichen an Auktionen Preise von 180.000 Franken (114.500 Euro)“, sagte der Künstler. (welt.de 27. März 2008, 11:29 Uhr)

Montag, 30. Juli 2007

Coming soon

Lost in Transition - so heißt die neue Publikation von Peter Bialobrzeski, die Im Oktober bei Hatje Cantz erscheinen wird.

Der vierte große Themenzyklus von Peter Bialobrzeski zeigt Landschaften zwischen stillgelegten Industriebrachen, alten Hafenanlagen und dort wachsender postindustrieller Servicearchitektur.

Lost in Transition: Sicherlich ähnlich beeindruckend wie die ersten drei Zyklen von Peter Bialobrzeski:

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Wunderbar entrückt und magisch sein erster Zyklus: "Holy Journeys" in Indien.

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Beängstigend, erschlagend, überwältigend sein zweiter Zyklus: Die "Neontigers" in den Mega Cities.

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Malerisch, vertraut und bild-schön sein dritter Zyklus: "Heimat".

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Coming soon: Der vierte Zyklus von Peter Bialobrzeski "Lost in Transition".

Übrigens: Wer sich eine Collector's Edition (C-Print des obigen Motivs in Mappe, mit Buch, Blattformat: 30 x 40 cm, Auflage: 30 + 5 e. a.) sichern möchte, kann das schon jetzt bei Hatje Cantz.

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